Hüftarthrose

Darüber redet Dr. Christian Kothny im TZ-Ratgeber vom 07.06.2017:

Meine Schmerzen aufgrund einer Hüftarthrose nehmen extrem zu. Wann würden Sie zu einem definitiven Hüftersatz raten? Karin U., München

Wenn ein Patient eine bekannte Hüftarthrose hat, diese mit den entsprechenden konservativen Maßnahmen, wie z. B. Krankengymnastik, Extensionsbehandlungen oder Ähnliches, und gegebenenfalls auch medikamentöser Therapie, aber nicht mehr weiter behandelbar ist, weiterhin zunehmende Schmerzen und auch eine zunehmende Bewegungseinschränkung erleidet, spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit der Implantation eines künstlichen Gelenkes auseinanderzusetzen. Aus meiner Sicht sind neben dem Röntgenbild vor allem die Beschwerden des Patienten ausschlaggebend. Ich operiere keine Bilder, sondern Patienten mit einem Leiden. Auch wenn das Bild noch keine zu extreme Arthrose zeigt, der Patient aber leidet, dann besteht die Indikation zum künstlichen Hüftgelenk. Dieses sollte man dann minimalinvasiv, muskelschonend, versorgen, um den Patienten so schnell wie möglich zurück in sein normales Leben zu bringen.