Hygienemängel

Darüber spricht Dr. Wolfgang Decker im TZ-Ratgeber vom 20.03.2018:

Ich muss immer wieder über Hygienemängel in Kliniken lesen. Da ich demnächst wieder ins Krankenhaus muss, wüsste ich gerne, woran ich erkenne, ob es ein Risiko gibt, dass ich mir einen der multiresistenten Krankenhauskeime einfange.
Fritz, F., München

Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz vor multiresistenten Keimen. Sie kommen überall vor, deshalb ist „Krankenhauskeime“ irreführend. Es gibt aber lokale Besonderheiten in der Verteilung. So treten in südlichen Ländern sogenannte Problemkeime gehäuft auf. Bei einem klinischen Aufenthalt muss gewährleistet sein, dass niemand unnötige Infektionen erwirbt. Die Prophylaxe ist ein wesentlicher Baustein des klinischen Risikomanagements. Viele Kliniken verfügen heute über dieses Instrument. Es besteht aus einem speziell geschulten Team. Die Hygiene ist ein Modul. Das trifft zunächst Aspekte wie die allgemeine Sauberkeit oder korrekte Händedesinfektion. Aber auch Regularien die nicht unmittelbar erkennbar sind, wie das konsequente prästationäre Screening der Patienten auf spezielle Keime oder korrekte Wartung und Pflege der zum Einsatz kommenden Gerätschaften. Alles zusammen kann vor ungewollten Infektionen weitgehend schützen.