Krankenhauskeime

Darüber redet Dr. Wolfgang Decker im TZ-Ratgeber vom 29.08.2017:

Wie kann ich mich als Besucher vor Krankenhauskeimen schützen? Birgitt U., München

Achten Sie auf ausreichende Händehygiene. Desinfizieren Sie sich konsequent Ihre Hände. In jeder Klinik sind genug Desinfektionsmittelspender an der Wand befestigt, um dies umsetzen zu können. Die Klinikkeime, die Sie ansprechen, werden durch Hautkontakt übertragen. Dies gilt natürlich nicht für alle Infektionskrankheiten wie z. B. Tuberkulose oder die Influenza (echte Grippe). Der Begriff Krankenhauskeime ist übrigens sehr unglücklich gewählt, da er suggeriert es würde sich um Keime handeln, die ihr Zuhause in erster Linie in der Klinik haben. Dies ist jedoch nicht richtig. Wir begegnen tagtäglich Mitmenschen die Träger dieser Keime (z. B. MRSA) sind, aber die sind eben gesund. Erst unter bestimmten Umständen (Immunschwäche, Operation, mangelnde Hygiene) können sie zum Problem werden, sodass wir eher „von im Krankenhaus zugezogene Infektionen“ sprechen sollten. Besuchern kann man nur raten: Desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Hautkontakt und vor dem Verlassen der Klinik. Berühren Sie möglichst wenig Inventar, benutzen Sie das Desinfektionsmittel.